
Zeichen der Erholung und Wege der Zukunft
In vielerlei Hinsicht, kann Interbrands "Best Retail Brands 2011"-Studie – eine Übersicht über die Performance der Einzelhandelsmarken in 2010 – als Fortschritts-Bericht über die weltweit schrittweise wirtschaftliche Erholung betrachtet werden. Während die unmittelbaren Auswirkungen der jüngsten Krisen spürbar machen, wie fragil dieser Aufschwung ist, lässt die Studie messbare Anzeichen von Optimismus erkennen.
Zusätzlich zu den Indikationen einer wirtschaftlichen Erholung wurden eine Reihe von Trends mit einer klaren Botschaft an die Adresse der Handelsunternehmen ausgemacht, wie beispielsweise:
- die Nachfrage der Verbraucher nach nahtloseren Einkaufserlebnissen,
- das Bedürfnis der Konsumenten nach mehr "Human Touch" in allen Interaktionen der Händler mit ihren Kunden,
- ein zunehmend interagierender globaler Handelsmarkt.
The Rankings
| Rank | Brand | Brand Value
($m) | Change in Brand Value |
| 1 |  | 142,030 | -8% |
| 2 |  | 23,301 | -9% |
| 3 |  | 20,315 | 19% |
| 4 |  | 18,823 | 6% |
| 5 |  | 16,561 | 17% |
| 6 |  | 14,443 | 1% |
| 7 |  | 12,400 | 18% |
| 8 |  | 11,588 | 30%. |
| 9 |  | 9,665 | 23% |
| 10 | | 8,880 | -14% |
| 11 | | 8,604 | 27% |
| 12 | | 8,453 | 15% |
| 13 | | 8,396 | 19% |
| 14 | | 8,247 | NEW |
| 15 | | 6,372 | 10% |
| 16 | | 5,973 | 28% |
| 17 | | 5,706 | 16% |
| 18 | | 5,617 | 23% |
| 19 | | 5,522 | 1% |
| 20 | | 4,954 | 24% |
| 21 | | 4,721 | 16% |
| 22 | | 4,643 | 16% |
| 23 | | 4,083 | -14% |
| 24 | | 3,961 | 1% |
| 25 | | 3,141 | 3% |
| 26 | | 3,093 | 0% |
| 27 | | 2,548 | 29% |
| 28 | | 2,386 | 24% |
| 29 | | 2,048 | NEW |
| 30 | | 1,873 | NEW |
| 31 |  | 1,635 | 24% |
| 32 |  | 1,564 | 28% |
| 33 |  | 1,521 | -10% |
| 34 |  | 1,489 | 26% |
| 35 |  | 1,464 | 27% |
| 36 |  | 1,412 | -2% |
| 37 |  | 1,291 | 25% |
| 38 |  | 1,275 | 25% |
| 39 |  | 1,248 | NEW |
| 40 |  | 1,157 | 24% |
| 41 |  | 1,138 | 35% |
| 42 |  | 1,093 | 26% |
| 43 |  | 1,089 | NEW |
| 44 |  | 1,067 | 15% |
| 45 |  | 933 | 13% |
| 46 |  | 794 | 28% |
| 47 |  | 789 | 25% |
| 48 |  | 736 | 56% |
| 49 |  | 668 | 25% |
| 50 |  | 403 | NEW |
For more information on the U.S. table, please contact Beth Ling, Interbrand Design Forum.
Der deutsche Einzelhandel jenseits von Preisschlachten und Rabattaktionen
Hard-Discounter wie Aldi, Lidl und Netto Marken-Discount dominieren das Bild des deutschen Einzelhandels. Dies gilt ebenfalls für die spezifischen Branchen innerhalb der deutschen Handelslandschaft, die nicht minder von Marken mit einer klaren Discount-Positionierung geprägt werden – wie man am Beispiel der Unterhaltungsindustrie und MediaMarkt unschwer erkennen kann.
Es sind jedoch genau diese omnipräsent erscheinenden Billiganbieter, die das Verhalten der Kunden in Deutschland derart beeinflusst haben, dass der gesamte Markt darunter leidet: Jahrelang mit Botschaften wie “Geiz ist geil” bombardiert, hat sich der Konsument daran gewöhnt, dass es in der Kommunikation und bei Marken nur noch um den Preis geht. Dies stellt sich auf lange Sicht jedoch als umso fragwürdiger dar, umso mehr kontinuierliche Preissenkungen die bereits jetzt äußerst geringen Margen der deutschen Einzelhändler weiter schmelzen lassen. Das Unvermögen der Discounter, nicht von der Finanzkrise profitieren zu können, ist nur ein weiteres Indiz dafür, wie trügerisch der Sog einer fortwährenden Preisspirale letztendlich sein kann.
Deutsche Einzelhändler müssen umdenken und das Zeitalter der reinen Preisschlachten und Rabattaktionen hinter sich lassen. Sie müssen erkennen, dass die Verbraucher immer genauer hinsehen, wo sie ihre Lebensmittel kaufen und woher diese Lebensmittel bezogen werden. Sie müssen dem zunehmenden Bedürfnis nach bekannten und vertrauenswürdigen Handelsmarken mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis nachkommen. Denn nur, wenn die Vollsortimenter ihre Eigenmarken-Strategie weiter intensivieren, können sie wichtige Marktanteile der konkurrierenden Billiganbieter zurückgewinnen.
Ferner hat sich gezeigt, dass Supermärkte dadurch gewinnen, dass sie je nach Produktsortiment und Erreichbarkeit unterschiedliche Ladenkonzepte anbieten. Damit zahlen sie sowohl auf die wachsende Nachfrage nach Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Wohnortes ein als auch auf den Trend zu bequemen, so gut wie alles offerierenden "One-Stop-Shops".
Obwohl deutsche Einzelhändler im Großen und Ganzen aufgrund ihrer Umsatzrückgänge weniger für Werbung ausgeben, erweisen sich CSR Maßnahmen nach wie vor als effektive und wesentliche Möglichkeit, in die Stärke der Marke zu investieren. Darüber hinaus ist ein entsprechendes Engagement in Social Media heutzutage ebenso nahezu unumgänglich, kann man auf diesem Wege die Wahrnehmung und Bekanntheit einer Marke substanziell beeinflussen und steigern.
Während fast jeder Einzelhändler derzeit auf verschiedenen Social Media Plattformen präsent ist, sollten sich ihre Social Media Strategien künftig jedoch noch stärker danach ausrichten, den Kunden aktiv in einen kontinuierlichen Dialog einzubinden.